Chakanyuka Clickertraining and more

.... das sind derzeit ich, Martina Schoppe, Baujahr 1969, Crispel, Rhodesian Ridgeback, geb. 21.06.2005 und Gandhi, Dobermann, geb. 2008. Wir wohnen im schönen Weserbergland (Landkreis Holzminden) und wenn ich nicht beschäftigt bin Hunde zu sitten oder zu clickern, lese ich mich quer durch alles Hundeliterarische das ich zu fassen kriege, streife mit Crispel und Gandhi durch die Landschaft oder sause mit ihnen auf dem Hadhi-Trike die Feldwege entlang.

Crispel

Chakanyuka ist der Nachname meines Hundes - Crispen Chakanyuka* of Chaka Zulu (Spitzname Crispel). Mit ihm hat im Prinzip alles angefangen.
Er ist ein intakter Rhodesian Ridgeback, Baujahr 2005. Als ich mich für die Rasse entschied, wusste ich, dass ich was tun muss, nämlich mich intensiv mit dem Thema Hundetraining auseinandersetzen, denn aus Büchern, Foren und Gesprächen mit Ridgeback-Haltern und Züchtern, hatte ich erfahren, dass Ridgebacks keine einfachen Hunde sind. Aus Angst ein Menschen-, Hunde- und Wildtierfressendes Hundemonster zu bekommen, habe ich mich durch alles greifbare an Hundeliteratur gelesen, was mir vor die Nase kam.
Auf jeden Fall hat es sich entweder gelohnt, er hat geniale Gene, oder beides!
Zudem hatte ich das Glück, über ein Internet-Forum in Kontakt mit Dr. Ute Blaschke-Berthold zu kommen, die mein Verständnis für Training, Hunde und vieles mehr seither auf den Kopf stellte, bereichert und mich immer wieder zwingt, darüber nach zu denken, was alles noch verbessert werden kann.
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Gandhi

Gandhi, geb. 2008, kam Anfang Mai 2010 als Pflegehund zu mir, und blieb kleben. Wenn man der Tierschutzorganisation glauben will, ist er ein reinrassiger Dobermann. Wenn dann wohl die Bonsaiausgabe ;D. Wir vermuten ehr, dass er ein Schwarzwildbrackerich ist - oder eine Mischung aus beidem. Jedenfalls sieht er mehr wie eine Bracke aus, und benimmt sich auch mehr wie eine. Soweit man das bei seinem ausgeprägten Knallnasentum erkennen kann. Er ist Schildi und hat auch Verhaltenstechnisch einige Probleme mitgebracht, an denen ich hart zu knabbern hatte. Aber jetzt weiß ich wenigstens ganz genau, wie man sich fühlt, wenn man mit einem sehr schnell, sehr hoch errebaren, aggressiven Hund vor die Tür geht und auf die gleichen Reize konditioniert wird, auf die der Hund heftigst reagiert.

Hunde-Vergangenheit

Seit ich denken kann, wurde mein Leben von Hunden begleitet. Meine Eltern hatten in meiner Kindheit/Jugend nacheinander die Mischlinge Blacky, Jenny und den unvergleichlichen Teddy, genannt Dicker, weil nix anders besser passte.
Teddy war ein unglaublicher Mix aus Schäferhund (Mutter) und Dackel (Vater), der nur in Hellental am Berg hat zustande kommen können :-) . Er sah aus wie ein Schäferhund mit Dackelbeinen und Hängeohren. Der kleine dicke Terrorisator ist unvorstellbare 16 Jahre alt geworden, trotz umfangreicher Leibesfülle, dem Bedürfnis, das Haus vor unbefugten Eindringlingen zu beschützen und dackeltypischer Durchsetzungsfähigkeit. Er war Sternzeichen Lebenskünstler mit starkem Aszendenten allesverschlingender Vielfraß. Im Garten hat er sich selber Erbsen und Himbeeren gepflückt und Karotten geerntet. Im Haus hat er jede unvorsichtigerweise unbeaufsichtigte oder nicht im Schrank verschlossene Leckerei gefunden und vertilgt, egal, ob noch verpackte Mozartkugeln, Milky Ways oder Reste vom Mittagessen. Auch ein Gläschen Portwein oder Bier hat er nicht verschmäht...
Meine erste eigene Hündin, Ronja, hat sich glücklicherweise komplett selber erzogen, denn damals hatte ich von Hundeerziehung noch keine Ahnung - Man lernt eben nie aus!
Im April 2005 ist sie leider mit 11 Jahren plötzlich gestorben. Zu diesem Zeitpunkt erschien sie allerdings topfit und ich hatte keinen Anlass mit ihr zum Tierarzt zu gehen. Eines Tages, als ich von der Arbeit kam, war sie einfach tot. Der Tierarzt meinte, dass es sich wohl um eine Vergiftung gehandelt haben könnte.
Ronja war eine nette, verspielte, verschmuste Schäferhund-Mix-Hündin, die man auch mit 10 Jahren noch für einen "ganz jungen Hund" hielt - sie sah nicht nur so aus, sie verhielt sich auch so. Die ganze Welt war ihr Spielplatz und alle Menschen fand sie einfach nur nett. Gerne wollte sie mit allen anderen Hunden spielen und war immer ganz enttäuscht, wenn das nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Sie war der Hundgewordene Kasperkopf und leider etwas, wie soll ich sagen ... stoffelig. Aber sie war der beste Anfängerhund, den man sich nur wünschen kann. Ich werde sie nie vergessen!

Hundeflüsterer

Ich hab inzwischen so viele "Über mich" gelesen - ich denke, ich spar Euch meine Version der Üblichen "schon seit meiner Kindheit war ich der Tierflüsterer meiner Familie..."-Geschichte. Das stimmt zwar so in etwa, aber richtig was zum Thema Hundeerziehung gelernt habe ich eigentlich erst, als ich mich für einen Rhodesian Ridgeback als nächsten Hund entschieden habe. Seit dem verschlinge ich ein Hundebuch nach dem anderen.

* der richtige Crispen Chakanyuka ist übrigens ein Bildhauer aus Zimbabwe!