Chakanyuka - Zughundetraining

Schnupperkurs und Zughundetraining

Wussten Sie, dass früher viele bekannte Hunderassen (z.B. die Schweizer Sennenhunde oder die nordischen Schlittenhunde) unter anderem für Zugarbeit gezüchtet wurden? Aber nicht nur diese wurden vor Wagen gespannt, auch andere große Rassen wie Rottweiler und Schäferhunde wurden und werden als Zughunde eingesetzt.
Sofern Ihr Hund über eine Mindestschulterhöhe von 50 cm und ein Gewicht von mindestens 25 kg verfügt, ausgewachsen und gesund ist, kann er zum Beispiel einen Wagen, einen Roller oder ein Hadhi-Trike ziehen.
Zugarbeit ist kein stumpfsinniges körperliches Auspowern durch "Rennen". Ziehen stellt hohe geistige Anforderungen an den Hund. Nicht zuletzt muss er verschiedenste Signale befolgen lernen, damit Fahrer und Hund sicher von A nach B kommen und Hindernisse sicher "umschifft" werden können.
Die Zugarbeit fördert den Muskelaufbau, die Kondition, das Herzkreislaufsystem - Ihr Hund ist fit, zufrieden und ausgelastet. Auch während der Zeit der Leinenpflicht (Brut- und Setzzeit) können Sie Ihren Hund körperlich auslasten, denn beim Fahren ist der Hund ja "angeschirrt" und kann trotzdem so schnell rennen, wie er möchte, bzw., wie das Gelände, die Temperaturen, Wegbeschaffenheit und Sie es erlauben.
Generell gilt natürlich, dass man die Hunde nicht überfordern darf. Da Hunde sich nur über hecheln abkühlen können, würden sie zum Beispiel bei Temperaturen über 15-16°C zu schnell überhitzen - weshalb man dann nicht fahren sollte.
Auch die Geländeform spielt natürlich eine Rolle. Es braucht nicht topfeben zu sein - aber dann muss und kann man nötigenfalls beim Trike durch Ankicken dem Hund helfen.
Grundsätzlich ist es so, dass man Hunde eher vor zu großer körperlicher Beanspruchung bewahren muss, wenn sie erst mal herausgefunden haben, dass sie mit so einem Trike "hintendran" so richtig rennen dürfen. Sie können jedenfalls nicht zum Ziehen gezwungen werden - wenn sie keine Lust haben, laufen sie eben gar nicht. Wer allerdings mal ein Schlittenhunde-Team vor dem Start erlebt hat, und gesehen hat, mit welchen Ankern die Gespanne gesichert werden, damit die Hunde keinen "Frühstart" hinlegen, der weiß, warum Hunde als "Lauftiere" bezeichnet werden. Zu Fuß kann man Hunde einfach nicht so auslasten!
Hunde können das drei- bis vierfache Ihres Körpergewichtes ziehen. Wobei zu beachten ist, dass "das Gewicht" auf Rollen gestellt, nicht das "gleiche" ist, wie "auf die Waage" gestellt. Genaueres dazu, wie viel Gewicht ein Hund tatsächlich auf ebener Strecke bewegen muss, finden Sie übrigens hier. Von Petra und der Hadhi-Trike Crew im quälerischen Tierversuch eigenhündig herausgefunden! :-)

Und wie funktioniert das Ganze nun?

Wenn Sie das Hadhi-Trike einfach mal sehen oder testen möchten, um zu entscheiden, ob Zugarbeit das richtige für Ihren Hund ist, vereinbaren Sie einen Termin mit mir. Dann können wir in Ruhe besprechen, wie das Training aufgebaut wird, ob oder wann man mit Welpen und Junghunden starten kann, welche Ausrüstung man braucht und welche verschiedenen Gefährte ein Hund ziehen kann.
Viele Sachen kann man auch schon üben, ohne dass der Hund irgendwas ziehen muss, zum Beispiel, die Richtungssignale "Rechts", "Links", oder Temposignale, wie "Langsam", Stopp" und so weiter. Auch kann man sie ganz leichte Gewichte (Reifen, Decken, Äste etc.) ziehen lassen, sodass sie sich daran gewöhnen können, dass etwas hinter ihnen "her rumpelt", das komische Geräusche macht, und sich seltsam anfühlt, was aber trotzdem nicht nur nicht gefährlich ist, sondern sogar Spaß macht!
Ich selber fahre Hadhi-Trike. Das ist ein Roller mit drei Rädern, der durch diese drei Räder eine große Stabilität und Sicherheit bietet. Man kann aber auch großräderige Roller (Dog Scooter), Fahrräder, Bollerwagen, Sacco-Carts, Schlitten oder Pulkas ziehen lassen. Weiterhin gehören Ski-Jöring und Cani-Cross zur "Verwandtschaft".

Schnupperkurs

Ausprobieren, ob der Hund überhaupt ziehen möchte und ob Mensch sich auf Roller oder Trike wohl fühlt. Der Hund darf kurze Strecken (ca. 150 Meter) vor dem Trike oder Roller laufen, anfangs nur ganz leicht im Zug, damit er nicht von dem Ruck erschreckt wird, wenn er in die Zugleine springt. Da es dem Hund Spaß machen soll, wird nur mit dem aller Besten belohnt, Käse, Fleisch, Wurst (es soll weich sein, stark riechen) - am Besten das Lieblingsessen des Hundes sein, damit ihm auch wirklich vermittelt wird, welch großartige Leistung er da vollbringt. Zwischen den kurzen Zugeinheiten wird Theoretisches Grundwissen vermittelt.

Zughundetraining

Hier geht’s dann richtig los. Die Hunde haben idealer weise schon eine Schnupperstunde hinter sich und fanden es toll, endlich einmal ordentlich an der Leine ziehen zu dürfen. In diesem Kurs werden wir an der Grundkondition arbeiten, an der Geschwindigkeit und, fast am Wichtigsten, an der Bremstechnik der Fahrer, denn die Zugleine sollte immer mindesten leicht gespannt sein, und dazu muss der Fahrer Bremsen, wenn die Hunde langsamer laufen.
Es werden Richtungs- und Geschwindigkeitssignale aufgebaut, die nötig sind, wenn man sich mit den Gespannen in die Öffentlichkeit trauen möchte.
Was wir nicht brauchen: Hemmungen, sich dreckig zu machen: bei feuchter Witterung sieht man nach dem Fahren oft aus, wie ein Motor-Cross-Fahrer - Schlamm bis in die Haare - also bitte Kleidung tragen die das abkann, oder bei der es egal ist wie sie nachher aussieht.
Was wir aber unbedingt benötigen: Einen vom Tierarzt durchgecheckten, möglichst durchgeröntgen Hund, bei dem alle Gelenke in Ordnung sind. Auch das Herz-Kreislaufsystem muss gesund sein. Sonst wird es bei derartigen Belastungen zu gefährlich für den Hund. Ein exakt passendes Zuggeschirr für den Hund und tolle Belohnungshappen. Einen passenden Fahrradhelm für den Fahrer, Handschuhe je nach Witterungsbedingung.
Und natürlich: Gutgelaunte Hunde und ihre Menschen!

Preise und Dauer

Schnupperkurs
Dauer 120 Minuten
maximal 2 Mensch-Hund-Teams
30,00 €

Zughundetraining
Dauer 5 mal 60 Minuten
maximal 1 Mensch-Hund-Team
120,00 €
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